Über mich  

Ich heiße Philip Eichhorn, bin 30 Jahre alt und baue vielleicht schon bald dein Gemüse an.

Geboren in Thüringen,

lebte ich die ersten Jahre meiner Kindheit mit meiner Familie in einem kleinen Dorf, umgeben von viel Wald. Schon in frühen Jahren bin ich durch meine Oma mit dem Thema Garten in Kontakt gekommen. Immer, wenn sie im Garten arbeitete, half ich ihr bei der Arbeit und hatte viel Spaß dabei. Allgemein hielt ich mich sehr gerne in der Natur auf, war viel mit Freunden im Wald und liebte es einfach draußen zu sein. Der Wald und die Natur hatten schon immer eine mystische Anziehungskraft auf mich.

Auch wenn ich mich mit der Zeit zunehmend für andere Dinge, wie Mopeds und Maschinen interessierte, glaube ich, dass diese Erlebnisse für meinen weiteren Weg wichtig und prägend waren.

Nach der Realschule, im Jahr 2008, begann ich eine Lehre als Zerspanungsmechaniker. Das war zwar nicht mein größter Wunsch, aber ich bekam leicht eine Ausbildungsstelle und die Metallbranche schien mir eine gute Wahl. Da ich mich zu dieser Zeit viel damit beschäftigte, Mopeds zu frisieren und zu reparieren, hoffte ich, durch die Ausbildung meine technischen Fähigkeiten zu verbessern. Abgesehen davon wollte ich eine abgeschlossene Ausbildung haben, um meinen Eltern zu beweisen, dass ich es schaffen kann. Das sah damals auf den ersten Blick nicht immer so aus. 
 Die Ausbildung war ganz okay und ich habe am Ende die Abschlussprüfung bestanden. Eine betriebliche Übernahme war mir nicht zugesichert worden, was aber kein Problem darstellte, da ich sowieso weg aus meiner Heimat wollte, um etwas Neues zu sehen, andere Luft zu schnuppern und selbstständig zu werden. 
 Gesagt getan. Dank eines Berufsschulkollegen bekam ich eine Anstellung in einer Zerspanerei in Kißlegg im Allgäu. Beginn des Arbeitsverhältnisses: ein Tag nach der Abschlussprüfung.

Angekommen in meiner neuen Heimat in Wangen im Allgäu, arbeitete ich ca. 1,5 Jahre in dem Beruf und verdiente einigermaßen gutes Geld. Während dieser Zeit entwickelte ich ein starkes Interesse an nachhaltigen Lebensmodellen und Autarkie. Ich wollte unabhängig sein, also beschäftigte ich mich viel mit diesen Themen. Auf der Suche nach der Möglichkeit ein anders, nachhaltigeres Leben zu führen als bisher. So, dass kommende Generationen auch noch etwas von der eigentlichen Schönheit dieses Planeten erleben können. Es war eine Suche nach dem Sinn, was mir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht so ganz bewusst war.
Irgendwann stieß ich auf das Thema Selbstversorgung. Da ich es liebe Dinge auszuprobieren, baute ich auf meinen Balkon mein erstes eigenes Gemüse an. Das funktionierte auch gut und ich baute im zweiten Jahr gleich noch mehr an. Außerdem fing ich damit an, exotische Pflanzen anzubauen (oder versuchte es zumindest), um herauszufinden, ob die Möglichkeit besteht, mich mit Südfrüchten zu versorgen 


Mit der Zeit bemerkte ich, dass ich mit meinem Job nicht mehr zufrieden war. Ich war viel mehr daran interessiert, mein Leben neu zu gestalten und mich weiter zu bilden. Die Zeit, die ich bei der Arbeit verbrachte, sah ich als verschwendet an. Da ich nicht genau wusste was ich machen sollte, beschloss ich mein Abitur nachzuholen und ich besuchte ab 2013 für 3 Jahre das Kolping Bildungszentrum in Ravensburg.
Am Kolping Kolleg lernte ich viele hilfreiche Dinge fürs Leben. Außerdem lernte ich Menschen kennen, die mich und das Projekt bis heute begleiten.
Ich vertiefte mein Wissen über Pflanzen und den Anbau in meiner Freizeit und tüftelte an selbstgebauten  Bioponic- , Hydroponic- und Aquaponic- Anlagen, um auf nachhaltige Art und Weise Pflanzen anzubauen. Diese Anlagen waren in einer 2 Zimmer Wohnung aufgebaut.

Nach dem bestandenem Abi 2016, zog ich nach Freiburg mit dem Ziel zu studieren. Jedoch musste ich vorerst ein bisschen Geld verdienen, um mir das Studium zu finanzieren. Ich wollte meinen alten Job hinter mir lassen und bewarb mich als Mechaniker in einem großen Fahrrad Fachgeschäft in Freiburg, da das Radfahren und -schrauben eine meiner großen Leidenschaften ist. Ich bekam eine Stelle als Zweiradmechaniker und arbeite dort mittlerweile seit 4 Jahren, bis heute. 

Da meine zweite Leidenschaft und mein Interessengebiet im Bereich Selbstversorgung und Kultivierung von Pflanzen auch in Freiburg nicht in meinem Leben fehlen sollte suchte ich nach Wegen und Möglichkeiten, dies umzusetzen. 


Ich stieß 2017 auf „The Urban Farmer Curtis Stone“ und den Begriff Market Gardening. Nach dem Motto „grow food not lawns“, nutzte er ungenutzte Vorgärten und Gärten von verschiedenen Besitzern, innerhalb einer Stadt, um Gemüse anzubauen und zu vermarkten.
Für mich war das die Einstiegsmöglichkeit in die Landwirtschaft, ohne selbst Land zu besitzen.

Wer den Werdegang meines Projekts ausführlich verfolgen möchte, findet diesen HIER.